Die Dünenschule

Die Schule - Teil der Fachklinik Satteldüne

Natürlich soll die Schulkarriere unserer Patienten nicht unter der Rehabilitationsmaßnahme leiden. Deshalb bieten wir – unter der Fachaufsicht des zuständigen Schulamtes – einen wissenserhaltenden Stütz- und Förderunterricht an.

Unsere qualifizierten Lehrkräfte erteilen 10Wochenstunden Kleingruppen-Unterricht in Deutsch, Mathematik, Englisch, Französisch  und Amrumkunde.

Den Lehrplan stimmen wir jeweils auf die besonderen Bedürfnisse des einzelnen Kindes und die Vorgaben der Heimatschulen ab. Nach dem Klinikaufenthalt erhalten die Heimatschulen eine Bescheinigung über die Teilnahme am Unterricht.

Aus Befragungen der Heimatschulen wissen wir, dass der Unterricht während des Klinikaufenthalts die Versetzungschancen oft positiv beeinflusst.

 

 

 

Seit 1943 führt die Landesversicherungsanstalt (LVA) Kinderheilverfahren "auf der Satteldüne" durch. Bis 1987 wurde die Rehabilitations-Klinik durch umfangreiche Um- und Neubauten vollständig modernisiert. Die Fachklinik Satteldüne ist heute eine moderne, leistungsfähige Einrichtung in Trägerschaft der Deutschen Rentenversicherung Nord. Sie behandelt chronisch kranke Kinder und Jugendliche - vom Säuglings- bis zum Adoleszentenalter - mit Erkrankungen vorwiegend der Atmungsorgane (z.B. Infektanfälligkeit der Luftwege, Asthma bronchiale und Mukoviszidose), der Haut (z.B. Neurodermitis, Schuppenflechte) und mit Entwicklungsstörungen sowie zweitrangig mit Problemen der Über- bzw. Untergewichtigkeit.

Während des stationären Aufenthalts steht zwar die medizinische Versorgung ganz im Vordergrund, das Wohlbefinden der Patientinnen und Patienten ist aber ebenfalls ein wichtiges Anliegen. Deshalb erfolgt die Versorgung der Patientinnen und Patienten nicht nur durch Krankenschwestern, sondern auch durch pädagogisches Personal. Ein ausgewogenes Freizeitangebot unterstützt neben den diagnostischen Maßnahmen, den ärztlich verordneten Behandlungen sowie Kuranwendungen den Genesungsverlauf. Hierzu zählen Spiel und Sport in der allergenarmen und schadstofffreien Seeluft, die Erwanderung der Inselwelt und - vornehmlich zu Zeiten schlechter Witterung - handwerkliche und musische Beschäftigungen.

Bereits zu Beginn der 50er Jahre wurden die an Tuberkulose erkrankten Kinder in der hauseigenen Schule unterrichtet. Seit 1983 findet im so genannten "Dünenheim", einer ehemaligen Tuberkulose- Liegehalle, die etwas separat von der Klinik inmitten des Dünengürtels liegt, eine kontinuierliche Beschulung der Patientinnen und Patienten statt. Bis zum Schuljahresende 1994/95 galt die Schule als Nebenstelle der Amrumer Inselschule; seitdem hat sie ihre Arbeit als eigenständige Einrichtung aufgenommen. Als staatliche Schule unterliegt sie der Aufsicht des Schulamtes des Kreises Nordfriesland.